Eingelebt

Dieses Wort beschreibt wohl am besten mine Woche, ich hatte echt eine schoene Zeit und bin deswegen auch nicht zum Schreiben gekommen. Das Wetter war diese Woche aber nicht so gut, wir hatten viel Regen. Der Sommer ist Monsun-Zeit in Phoenix. Wenn es regnet bilden sich Fluesse auf den Strassen. Allerdings ist der Regen im Sommer fuer das ganze Jahr. Das wichtigste in dieser Woche, dass ich Freunde gefunden habe. Wir haben uns schon so oft getroffen. Ich denke hier Freunde zu finden ist auch das wichtigste um gluecklich zu sein.
Letzten Freitag waren wir auf der Tail Gate Party unserer High School. Dort werden die Herbst Sport Teams der Highschool offiziell vorgestellt. Es war echt interessant wie bombastisch diese Party war und wie wichtig insbesonderen das Football Team fuer die Amerikaner ist.
Ueber das Wochenende war der Neffe von Butch da, er hat 5 Jahre lang in der Navy gedient. Nach seinem Abschied war er uns besuchen und er ist echt ein toller Mensch.
Das Amerikanische Essen ist super, ich habe schon 3 kg zugenommen. Es gibt hier echt alles und das nur in XXL-Portionen.
Ausserdem habe ich Informatik in der Schule gegen Krafttraining ausgetauscht und bin super gluecklich damit. Bald haben wir ein langes Wochenende, dass ist echt praktisch den somit habe ich an meinem Geburtstag frei!

Mehr werde ich bald berichten. Viele von euch haben mich personlich angeschrieben, ich wollte mich entschuldigen, dass es solange dauert bis ich antworte. Aber ich habe nun mal keine Lust jeden zweiten Tag 5 Leuten die gleichen Fragen zu beantworten. Es ist schoen, dass ihr alle an mich denkt, aber ich bin jetzt in den USA und nicht zu Hause. Ich habe wenig Zeit und moechte die moeglichst fuer meine Freunde hier nutzen. Ich hoffe ihr koennt das verstehen!

Bis Bald,
ich wuensche euch allen eine schoene Zeit!!!

Erste Woche

Als erstes Entschuldigung, dass ich mich schon solange nicht mehr gemeldet habe, aber die erste Woche war einfach wahnsinnig anstrengend. Natuerlich hat alles viel Spass gemacht, allerdings bin ich abends immer muede ins Bett gefallen anstatt zu schreiben.

Als erstes mein Gastvater ist super nett und wir beide kommen gut miteinander aus. Das Haus ist toll, ich habe sogar ein eigenes Badezimmer. Mit den Hunden komme ich gut zurecht.

Am Dienstag war dann mein erster Schultag, hauptsaechlich habe ich aber den Dienstag mit warten verbracht. Mein Stundenplan sieht so aus:

1. Amerikanische Geschichte
2. Physik
3. Algebra
4. Fotografie
5. Lunch (Mittagspause)
6. GenYes (Informatik)
7. Englisch

Ich bin eigentlich zufrieden mit meinen Faechern, aber vermutlich werde ich GenYes noch austauschen. Der Rest ist eigentlich ganz interessant. Die Schule faengt um 7:30 an mein Bus ist schon um 6:30 da. Das heisst frueh aufstehen, ich konnte mich aber ganz gut drangewoehnen. Um drei Uhr bin ich wieder zu Hause und hab den Nachmittag fuer mich. Ich habe in der Schule schon einige nette Leute kennengelernt, aber innerhalb von vier Tagen koennen natuerlich noch keine richtigen Freundschaften entstehen. An meiner Schule sind auch noch weitere Austauschschueler, ich hatte bisher Kontakt mit zwei Deutschen und zwei Norwegerinnen.

Heute war ich in der Mall, dass war auch eine schoene Erfahrung. Es gibt dort super viele Fastfood-Restaurants aber auch super coole Laeden (Abercrombie, American Eagle, …). Anschliessend waren wir noch im Kino und hsben uns “The Expandables 3″ angeschaut.

Insgesamt war es eine tolle erste Woche und ich hatte viel Spass. Natuerlich gab es auch Stunden in denen ich Deutschland vermisst habe, aber das wird immer weniger.

Entschuldigung uebrigens fuer die komische Schreibweise der Umlaute, ich habe leider keine Deutsche Tastatur zur Hand.

Bis Bald!

New York

Das Orientation-Camp in New York war echt super. Ich denke jeder wollte schon einmal dorthin und für mich ist der Traum jetzt war geworden. Leider musste ich wegen meinem Visum mit einen Tag Verspätung anreisen, trotzdem habe ich viel erlebt. Das Hostel war echt super, es gab jeden Morgen ein riesiges Frühstücksbuffet mit allen was das Herz begehrt. Auch die Zimmer waren gut. Ich hatte mit den Leuten viel Spaß. Mittwoch Abend nach meiner Ankunft waren wir am Times Square. Dort ist es selbst nachts taghell gewesen. Ich war an dem Abend ein bisschen orientierungslos, da die Zeitverschiebung nicht so einfach zu verkraften war. Nach einer Nacht ging es mir aber schon viel besser. Am Donnerstag waren wir bei der Statue of Liberty, anschließend beim One World Trade Center, an der Wall Street und in Chinatown. Am Samstag waren wir in einer riesigen Outlet-Mall in New Jersey zu super Preisen shoppen. Damit war das New York Camp aber auch schon fast wieder vorbei. Am Sonntag hieß es nur noch Sachen packen und zum Flughafen fahren. Einige mussten schon um 4.45 Uhr los, ich zum Glück erst um 8.45 Uhr. Am Flughafen lief alles super und um 5 P.M. kam ich in Phoenix an.

Abflug

Ich sitze jetzt in Münster am Flughafen und warte auf den Aufruf. Nun habe ich alle Abschiede hinter mir. Natürlich sind die mir schwer gefallen.

Aber nun freie ich mich auf meine Zeit in den USA. Ich hoffe, dass ich eine schöne Zeit haben werde und viele neue Erfahrungen machen werde. Nun möchte ich einfach nur noch nach New York. Das wird sicherlich schön.

Ich wünsche euch allen ein schönes halbes Jahr und freue mich natürlich euch wiederzusehen. Aber meine Lust auf dieses “Abenteuer” war einfach noch größer.

Visum

Ich habe jetzt eigentlich versucht zu vermeiden über dieses Thema zu sprechen bis mein Visum wirklich da ist. Ich hatte ehrlich gesagt gleich ein komisches Gefühl und wollte deswegen warten.

Nun ist der Fall eingetreten, den ich mir absolut nicht gewünscht hätte eingetroffen:

Ich sollte in drei Tagen fliegen und habe immer noch kein Visum. Ohne das kann ich nicht in die USA. Seit gestern weiß ich von einem größerem Problem von dem der Spiegel berichtete. Wegen eines dreitägigen Datenbankfehlers vom 20. Juli (mein Termin war am 21.) verschieben sich die Anträge um ungewisse Zeit. Für mich heißt es jetzt hoffen, dass noch mein Visum rechtzeitig kommt, wenn nicht kann ich erst später fliegen. Bitte drückt mir alle die Daumen!

Ich denke ihr habt Verständnis, dass ich momentan nicht über meine Erlebnisse in der Botschaft schreiben möchte, aber das kommt sicher noch.

Für Interessierte hier noch der Spiegel-Artikel: Datenbankcrash State Department