High School – Unterschiede zu Deutschland

Dieses Mal wollte ich mal ein bisschen ueber die Unterschiede zwischen Deutschen und amerikanischen Schulen sprechen.

Die Unterschiede fangen schon frueh am Morgen an. Die Busse gehoeren der Schule und hier kriegt tatsaechlich jeder Schueler einen SItzplatz.Ich bin schon immer sehr frueh da und muss warten bis die anderen 3000 Schueler eingetroffen sind. Das hoert sich nach ziemlich viel an und das ist es auch, es ist schwierig Personen wieder zu finden. Auch die Klassen sind ziemlich gross mit groesstenteils ueber 40 Schuelern. Hier waehlt jeder Schueler 6 Klassen, die er dann 5 Tage die Woche hat. Natuerlich gibt es einige Regelungen, so muss jeder Schueler Mathe und Englisch haben. Die Schule geht hier von 7:30 A.M. bis 2:10 P.M. Allerdings gefaellt es mir sehr gut, dass man nicht durchgehend kuenstlerische oder musikalische Faecher haben muss. Es gibt eine deutlich groessere Auswahl an Faechern, zum Beispiel 8 verschieden Arten von Kunst, allerdings gibt es auch fuer Militaer-Interessierte Klassen und was mir am besten gefaellt ist, dass man die Moeglichkeit fuer Krafttraining in der Schule hat. Insgesamt kann man sagen, dass die finanziellen Moeglichkeiten hier deutlich groesser sind. So gibt es eine Buecherei wie in einer Universitaet und Chromebooks in den Klassen. Meine Schule ist sehr gut vernetzt, es gibt auf dem ganzen Campus WLAN. Am besten gefaellt mir, dass ich zu jeder Zeit meine Noten online checken kann. Der Unterricht in den Klassen laeuft anders ab. Es gibt sehr viel Frontal-Unterricht, wo man einfach nur mitschreiben muss. Dabei ist sehr still im Klassenraum. Die muendliche Beteiligung wird hier garnicht benotet. Dafuer gibt es jedes mal eine Note fuer die Hausaufgaben oder abgegebene Projekte. Den groessten Teil der Noten machen aber Tests aus, die man hier fast jede Woche hat. Hier ist es so, dass die Lehrer eigene Raeume haben, die sie personalisieren koennen, dass gefaellt mir ganz gut, da es wirlich nett ist was ueber den Lehrer in den Raum zu erfahren. Am wichtigsten ist aber wohl der Stolz der Amerikaner, viele Schueler tragen Schul T-Shirts, ausserdem unterstuetze sich die Schueler gegenseitig. Es ist gerade atemberaubend, wenn man sieht wie viele Leute zu den Football spielen gehen. Diesen Stolz wuerde ich mir auch fuer die deutsche Schulen wuenschen. Insgesamt komme ich hier ganz gut in der Schule zu recht, obwohl die Unterschiede ziemlich gross sind. EInige der Sachen gefallen mir hier besser, andere in Deutschland.

Das Thema naechste Woche wird Halloween sein. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Erfahrung. Ich kann schonmal vorwegnehmen, dass Halloween sehr gross wird. Also guckt unbedingt auf meinem Blog!

Ausserdem wurde ich gerne eine Frage-Runde machen, sendet mir bitte also eure Fragen ueber Facebook, Whatsapp, Email und natuerlich diesen Blog. Es waere echt toll, wenn das zu stande kaeme!

Gun Show & Stereotypen

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Dieses Wochenende habe ich die Chance genutzt und eine Gun Show in Phoenix besucht. Es war sehr interessant fuer mich dort hin zu gehen, da es ja ein ziemlich bekannter Stereotyp ist, dass Amerikaner sehr liberal mit Waffen umgehen. Dazu muss ich klarstellen, dass ich weder abgeneigt noch ein Befuerworter bin.
Es war sehr beeindruckend fuer mich, da die Gun Show im Stadion der Arizona Cardinals war, wo im naechsten Februar der Superbowl stattfinden wird. Es sieht sehr aehnlich zu einem Fussballstadium aus, allerdings hat es fuer die Wueste ein paar spezielle Eigenschaften. Es ist das einzige Stadium der Welt mit einem Rasen, der ueber ein Schienensystem aus dem Stadium herausfahren kann.
Die Gun Show war sehr interressant, ich haette nicht erwartet, dass es so gross und gut besucht ist. Aber fuer die Amerikaner ist es eine ganz normale Messe, was fuer uns Deutsche etwas befremdlich klingt. Es gab echt jede Art von Waffe von kleinen Pistolen bis zu Sturmgewehren. Fuer mich war es dann aber schon uebertrieben, dass man sogar .5 Kaliber oder 200 Schuss Magazine kaufen kann. Es war atemberaubend zu sehen was fuer gefaehrliche und riesige Waffen dort waren. Auf meinem Foto sind Gewehre, die knapp $3000 kosten. Allerdings gibt es auch Waffen ab $100. Was fuer mich erschreckend ist, dass man in Arizona einfach nurseine ID vorzeigen muss um eine Waffe zu kaufen. Es gibt keine Wartezeiten, was ist in den meisten Staaten anders ist.
Es gibt viele Menschen die das Umgehen mit Waffen in Amerika kritisieren. Ich sehe es nicht als schlecht an, sondern eher als einen Kulturunterschied an, den man akzeptieren sollte.

Zusammenfassung

Da das Schulquartal vorueber ist, nehme ich das als Anlass eine kleine Zusammenfassung meiner Eindruecke zu schreiben.

Als erstes mein Gastvater ist ein echt netter Mensch, der mich in jeden Bereich ueber meine eigenen Grenzen hinausbringt. Ich habe echt soviel gelernt, das wichtigste ist, dass ich alles erreichen kann was ich will.

Die Schule gefaellt mir sehr gut, die Faecher sind ziemlich spannend. Es sind ganz andere Methoden zu unterrichten, die es sehr oft fuer Schueler und Lehrer einfacher machen, ihre Arbeit zu leisten. Besonders gut gefaellt mir, dass man auch ausgefallene Faecher wie Kraft-Training waehlen kann.

Ich habe viel Spass mit meinem Freunden. Wir waren schon bowlen, Eis laufen und vieles anderes. Es ist wirklich beeindruckend fuer mich, was fuer ehrliche Freunde sie sind, obwohl ich nur fuer ein halbes Jahr hier bin.

Die Kulturen zwischen Deutschland und den USA sind sehr unterschiedlich. Es gibt sehr viele Dinge, die ich lernen musste. Zum Beispiel gibt man hier viel mehr Trinkgeld und die Amerikaner sind in allem hoeflicher. Allerdings gibt es auch verstoerende Dinge, die man auch akzeptieren muss. So kann man hier Waffen bei Walmart (ein Supermarkt) kaufen. Ich denke jeder sollte fuer sich selber entscheiden was ihm besser gefaellt. Aber ich bevorzuge definitiv die amerikanischen Kultur.

Insgesamt hatte ich eine tolle Zeit, naturlich vermisse ich Deutschland, aber dieser Ort ist wirklich sehr schnell zu meiner Heimat geworden und ich kann mir nicht gut vorstellen diesen Ort zu verlassen.

Homecoming

Dieser Beitrag ist ein bisschen spaet. Ich kann aber sagen dieses Mal ist was wirklich spannendes passiert. Es war vor 2 Wochen Homecoming Week, wo die Schueler offiziell wieder in der Schule begruesst werden.

Alles begann mit der Spirit Week, wo es fuer jeden Tag ein spezielles Kleidungsmotto gab. Da waren mit Harry Potter, Back in the Future und anderen Sachen echt lustige Themen bei. Am Freitag haben die Feierlichkeiten dann mit einer grossen Parade auf der Hauptstrasse angefangen. Einige meiner Freunde haben die ganze Woche an den Wagen fuer die Parade gearbeitet, dass zeigt wie wichtig das fuer die Amerikaner ist. Bei der Parade waren alle Clubs und auch die Stufen mit eigenen Wagen vertreten. Nach der Parade war ein grosses Footballspiel mit einer noch groesseren Tailgate Party. Bei der Tailgate Party warten die Fans bis zum Anfang des Spiels. es gibt Essensstaende und andere Attraktionen. Das Footballspiel war leider ncht so toll wir haben 27:57 verloren.

Am Samstag war dann der Hoehepunkt der Feierlichkeiten mit einem grossen Tanz wofuer die amerikanischen Maedchen teilweise mehrere Stunden mit ihrem Aussehen verbringen. Mein darf sich das jetzt aber nicht wie einen formellen Tanz vorstellen, es ist eher wie in einem Club. Das war ein richtig toller Abend fuer mich, am Ende hatte ich aber keine Stimme mehr. Man konnte gerade an dieser Sache sehen wie wichtig der amerikanische HIghschool Spirit ist. Anschliessend waren wir noch auf einer privaten After-Party. Sodass ich um 4 Uhr morgens nach hause kam.

Ich moechte mich jetzt ganz herzlich entschuldigen, dass dieser Eintrag solange gedauert hat. Ich habe mir ein paar Tage nach Homecoming die Hnad verstaucht und konnte nicht so gut tippen. Hinzu kommt, dass am Freitag das Quartal endet und es schon Noten gibt. Ich hoffe ihr habt Verstaendnis, dass ich es nicht frueher geschafft habe. Ab jetzt wird jeden Sonntag (Westkuesten-Zeit) ein Beitrag kommen, versprochen.